Die Fachwerkhäuser des Elsass

Wenn man durch die elsässischen Dörfer schlendert, kann man kaum anders, als die Fachwerkhäuser und ihre leuchtenden Farben zu bestaunen. Eine Tradition voller Bedeutung und Geschichte, die es zu entdecken gilt.

Wenn man das Elsass bereist, ist es unmöglich, an den traditionellen Fachwerkhäusern vorbeizukommen, die einen wesentlichen Teil des Kulturerbes der Region ausmachen. Diese Häuser erkennt man an ihren sichtbaren Holzbalken auf der Fassade.

Diese Bauweise findet man im gesamten Elsass, auch in der charmanten Stadt Obernai. Diese bunten Fassaden tragen in vollem Maße zum Charme der elsässischen Dörfer bei.

Früher sagte man, die Wahl der Farben spiegele den Beruf des Eigentümers wider: Gelb stand für den Beruf des Bäckers, Rot verwies auf die Eisenberufe, und Blau diente dazu, das Haus vor dem bösen Blick zu schützen.

Vor dem 20. Jahrhundert stellte das Streichen des Hauses einen erheblichen Kostenaufwand dar. Die Verwendung von Farben entwickelte sich daher vor allem im 20. Jahrhundert, insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg, als der Wiederaufbau es ermöglichte, die elsässische Landschaft aufzuhellen und attraktiver zu gestalten.

In Obernai wurden diese bunten Fassaden auch zu einem Symbol der Widerstandskraft und des Neubeginns nach dem Krieg. Sie spiegeln den Willen wider, nach vorne zu blicken und eine positive Zukunft zu zeigen, und bilden noch heute eine sinnbildliche Kulisse für die Gäste des Hôtel La Diligence.